BG/BRG Judenburg bei hochrangigem Erasmus+ Vernetzungstreffen in London vertreten
Ein bedeutender Schritt für die europäische Bildungszusammenarbeit wurde in diesen Tagen in London gesetzt: Großbritannien wird ab 2027 wieder vollständig am Erasmus+ Programm teilnehmen. Mit dem British Council als zukünftiger Nationalagentur wurde nun die Grundlage für eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Bildungseinrichtungen und europäischen Partnern geschaffen.
Aus diesem Anlass lud der österreichische Bildungsminister Christoph Wiederkehr gemeinsam mit der österreichischen Botschaft in London eine hochrangige österreichische Delegation von Bildungsexpert*innen nach Großbritannien ein. Ziel des Treffens war es, erste Kontakte zwischen österreichischen und britischen Bildungseinrichtungen zu knüpfen und zukünftige Erasmus+ Kooperationen vorzubereiten.
Die österreichische Delegation setzte sich aus Lehrerinnen, Direktorinnen verschiedener Schultypen sowie Vertreterinnen der Bildungsdirektionen zusammen. Empfangen wurden die österreichischen und britischen Teilnehmerinnen vom österreichischen Botschafter Bernhard Wrabetz in der österreichischen Botschaft in London. Organisiert wurde die Veranstaltung von der österreichischen Nationalagentur OeAD unter der Leitung von Geschäftsführer Jakob Calice sowie Erasmus+ Programmdirektor Ernst Gesslbauer.
Auch das BG/BRG Judenburg war bei diesem wichtigen internationalen Vernetzungstreffen vertreten. Als Erasmus+ Botschafterschule und Botschafterschule des Europäischen Parlaments nahm Mag. Bernd Fiechtl an der Delegation teil und repräsentierte die Schule auf internationaler Ebene.
Einblick in das britische Schulsystem
Der erste Tag der Reise stand ganz im Zeichen des direkten schulischen Austauschs. Nach der Anreise nach London besuchte die österreichische Delegation die Pimlico Academy, um Einblicke in den Schulalltag einer britischen Schule zu gewinnen. Besonders interessant waren dabei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Bildungssysteme, innovative Unterrichtsformen sowie die Organisation des Schulbetriebs.
Am Abend fand der offizielle Empfang in der österreichischen Botschaft in London statt. Botschafter Bernhard Wrabetz und Bildungsminister Christoph Wiederkehr begrüßten die Teilnehmer*innen und unterstrichen die große Bedeutung der Rückkehr Großbritanniens in das Erasmus+ Programm für die europäische Bildungslandschaft. In zahlreichen Gesprächen konnten bereits erste Kontakte zu britischen Schulen und Institutionen geknüpft werden.
Intensiver fachlicher Austausch am zweiten Tag
Der zweite Veranstaltungstag begann mit den offiziellen Eröffnungsworten von Botschafter Bernhard Wrabetz sowie Bildungsminister Christoph Wiederkehr. Im Anschluss stand das Thema „Bridging Borders for Future Cooperation in Erasmus+“ im Mittelpunkt. Dabei präsentierten Jakob Calice vom OeAD sowie Victoria Gough vom British Council Perspektiven und Möglichkeiten zukünftiger Kooperationen zwischen Österreich und Großbritannien.
Ein weiterer Höhepunkt war die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, moderiert von Ernst Gesslbauer. Diskutiert wurden erfolgreiche Praxisbeispiele aus Österreich und Großbritannien sowie Chancen und Herausforderungen zukünftiger Erasmus+ Projekte.
Darauf folgten Kurzpräsentationen zu den jeweiligen nationalen Bildungssystemen, ehe die Teilnehmer*innen in sogenannten „Deep Dive Sessions“ konkrete Kooperationsmöglichkeiten erarbeiteten. In kleinen Arbeitsgruppen entstanden dabei bereits erste Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte zwischen österreichischen und britischen Schulen.
Beim abschließenden „Harvesting“ wurden diese ersten Kooperationen präsentiert und Möglichkeiten einer langfristigen Zusammenarbeit diskutiert. Ein gemeinsames Mittagessen in der Residenz des Botschafters bot zusätzlich Gelegenheit zum informellen Austausch und zur weiteren Vernetzung.
Besuch des Austrian Cultural Forum London
Den Abschluss des Programms bildete ein Besuch des Austrian Cultural Forum London. Die Direktorin Katharina Kaster präsentierte Arbeit des Kulturforums als kulturelle Schnittstelle zwischen Österreich und Großbritannien und zeigte auf, wie kulturelle und schulische Kooperationen in Zukunft noch stärker miteinander verbunden werden können.
Internationale Zusammenarbeit als Zukunftschance
Die Teilnahme des BG/BRG Judenburg an diesem internationalen Vernetzungstreffen unterstreicht einmal mehr die starke europäische Ausrichtung der Schule. Als Erasmus+ Botschafterschule engagiert sich das BG/BRG Judenburg seit Jahren intensiv für internationale Zusammenarbeit, interkulturellen Austausch und europäische Bildungsprojekte.
Die Rückkehr Großbritanniens zu Erasmus+ eröffnet dabei völlig neue Möglichkeiten für Schülerinnen und Lehrerinnen. Zukünftige Schulpartnerschaften, Austauschprogramme und gemeinsame Projekte mit britischen Schulen sollen jungen Menschen neue Perspektiven eröffnen und den europäischen Gedanken weiter stärken.
Das BG/BRG Judenburg freut sich
darauf, diese neuen Chancen aktiv mitzugestalten und die internationalen
Kontakte in den kommenden Jahren weiter auszubauen.
















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