Am Sonntag, den 30. Juli, haben sich
36 Gymnasiasten und drei Lehrer*innen auf eine spannende Reise nach Brüssel
begeben, um ihr Wissen über die Europäische Union zu vertiefen. Die lange
Fahrt, die mehr als zehn Stunden dauerte, führte uns von Österreich nach
Belgien, wobei die Vorfreude auf die bevorstehenden Erlebnisse die Strapazen
der Reise erträglicher machte.
Diese Exkursion wurde von den Professor*innen Mag.a Birgit Horvath, Mag.a Lisa Widowitz und Mag. Bernd Fiechtl organisiert und begleitet. Die Reise wurde zum großen Teil vom Bundeskanzleramt aus dem Fonds für Europakommunkation und vom Land Steiermark aus dem Fonds EU-Schulreisen finanziert.
Video 1:
https://youtu.be/nowoifk7Org
Video 2: Schüler*innen berichten was EUORPA für sie bedeutet:
https://youtu.be/ILV5zeVRYqg
Padlet:
https://padlet.com/letschallengethefuture/e-br-sselreise-sus-2024-i45q6t8042338k2u
Berichte:
Tag 1:
Unser erstes Ziel in Brüssel war das Steiermarkbüro.
Dieses Büro repräsentiert die Interessen der Steiermark auf europäischer Ebene
und unterstützt die Region in verschiedenen Angelegenheiten. Wir wurden
herzlich empfangen und bekamen eine umfassende Erklärung über die Aufgaben und
die Bedeutung des Büros. Es war beeindruckend zu erfahren, wie regionalen
Anliegen auf europäischer Ebene Gehör verschafft wird und wie wichtig die
Vernetzung und Lobbyarbeit in der EU sind.
Nach dem Besuch im Steiermarkbüro führte uns unser Weg
zur ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union. Dieser Besuch
war ein besonderes Highlight, da wir die Gelegenheit hatten, an einem
spannenden Vortrag teilzunehmen. Ein Mitarbeiter der Vertretung erläuterte uns
die Rolle Österreichs in der EU und gab einen Einblick in die täglichen
Aufgaben und Herausforderungen, denen sich die österreichischen Vertreter
stellen müssen. Besonders interessant waren die Ausführungen über die Entscheidungsprozesse
innerhalb der EU und wie Österreich seine Interessen und Positionen einbringt.
Der Vortrag war nicht nur informativ, sondern auch inspirierend und zeigte uns,
wie eng verflochten die Mitgliedsstaaten der EU zusammenarbeiten müssen, um
gemeinsame Ziele zu erreichen.
Nach dem Besuch bei der ständigen Vertretung machten
wir uns auf den Weg zum Haus der europäischen Geschichte. Dieses Museum, das
sich über sieben Stockwerke erstreckt, bot uns eine faszinierende Reise durch
die europäische Geschichte. Jedes Stockwerk widmete sich einem anderen Kapitel
der Geschichte und bot zahlreiche interaktive Ausstellungen, die Geschichte
lebendig und greifbar machten. Von der Antike über das Mittelalter bis hin zur
Neuzeit und den Herausforderungen der Gegenwart konnten wir die Entwicklung
Europas aus verschiedenen Perspektiven erleben. Besonders beeindruckend war die
Art und Weise, wie komplexe historische Zusammenhänge verständlich und
anschaulich dargestellt wurden. Viele von uns waren von der Vielfalt und Tiefe
der Ausstellungen begeistert und konnten viel Neues über die Geschichte unseres
Kontinents lernen.
Insgesamt war der Tag in Brüssel eine bereichernde
Erfahrung für uns alle. Wir hatten die Gelegenheit, die Institutionen der EU
hautnah zu erleben, und gewannen wertvolle Einblicke in die Funktionsweise und
Bedeutung der Europäischen Union. Der Besuch im Steiermarkbüro, die ständige
Vertretung Österreichs bei der EU und das Haus der europäischen Geschichte
vermittelten uns ein umfassendes Bild davon, wie die EU arbeitet und welchen
Einfluss sie auf unser tägliches Leben hat. Trotz der langen Anreise waren wir
uns alle einig, dass sich die Reise gelohnt hat und wir mit vielen neuen
Eindrücken und Erkenntnissen nach Hause zurückkehren.
Diese Exkursion nach Brüssel hat unser Verständnis für
die Europäische Union vertieft und uns die Bedeutung europäischer
Zusammenarbeit noch bewusster gemacht. Ein unvergesslicher Tag, der sicherlich
noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Tobias Kern
Tag 2
Die Europäische Kommission ist das
Exekutivorgan der Europäischen Union (EU) und spielt eine zentrale Rolle bei
der Gestaltung und Umsetzung der EU-Politik. Sie besteht aus 27 Kommissaren,
einem aus jedem EU-Mitgliedstaat, und wird von einem Präsidenten geleitet. Die
Kommission ist verantwortlich für die Ausarbeitung von Gesetzesvorschlägen, die
Verwaltung des EU-Haushalts und die Überwachung der Einhaltung von EU-Recht
durch die Mitgliedstaaten. Sie vertritt auch die EU auf internationaler Ebene
und fördert europäische Werte wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und
Menschenrechte.
Mirjam Dondi ist eine einflussreiche Persönlichkeit innerhalb der
Europäischen Kommission. Sie arbeitet als Direktorin für Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit und ist für die Entwicklung und Umsetzung von Strategien
zur Verbesserung der Transparenz und Kommunikation der Kommission zuständig.
Sie spielt eine Schlüsselrolle bei der Förderung des Verständnisses und der
Unterstützung der EU-Bürger für die Arbeit der Kommission.
Der Social Media Account der Europäischen Kommission ist ein wichtiges
Werkzeug zur Informationsverbreitung und Bürgerbeteiligung. Auf Plattformen wie
Twitter, Facebook und Instagram teilt die Kommission Nachrichten, Updates und
Informationen über ihre Aktivitäten und Politiken. Dies fördert die Transparenz
und ermöglicht es den Bürgern, sich aktiv an Diskussionen zu beteiligen.
Fake News über die Europäische Kommission sind ein ernstes Problem, das die
öffentliche Wahrnehmung und das Vertrauen in die EU untergraben kann. Die
Kommission hat Maßnahmen ergriffen, um Falschinformationen zu bekämpfen,
einschließlich der Zusammenarbeit mit Social-Media-Plattformen und der
Förderung von Medienkompetenz.
Der Ausschuss der Regionen in Brüssel ist ein beratendes Gremium, das die
Interessen der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften in der EU vertritt.
Referent Heinrich Bultmann spielt hier eine wichtige Rolle, indem er die
Interessen der deutschen Regionen koordiniert und sicherstellt, dass ihre
Stimmen in EU-Entscheidungsprozesse einfließen.
Eine Region ist ein geografisch und administrativ
definierter Bereich innerhalb eines Landes, oft mit eigener Regierung und
spezifischen Kompetenzen. Der Ausschuss der Regionen wurde geschaffen, um
sicherzustellen, dass regionale und lokale Ebenen in der EU-Politik
berücksichtigt werden, was die demokratische Legitimität und die Wirksamkeit
der EU-Entscheidungsfindung stärkt.
Rohrleitner Sarah
Tag 3:
Schülerinnen und
Schüler des BG/BRG Judenburg besuchten kürzlich das Europäische Parlament und
den Rat in Brüssel, um die Funktionsweise der EU-Institutionen hautnah zu
erleben. Während der Exkursion erfuhren sie, dass das Europäische Parlament
insgesamt 705 Sitze hat, wobei Österreich mit 19 Abgeordneten vertreten ist.
Die Parlamentarier sind in politischen Fraktionen organisiert, wie z.B. der
Europäischen Volkspartei, den Sozialdemokraten oder den Grünen, die zwischen 6
und 96 Sitzen kommen.
Im Europäischen Parlament finden regelmäßig Plenarsitzungen statt, in denen alle Abgeordneten zusammenkommen und über Gesetze abstimmen. Daneben gibt es auch Ausschüsse, die sich mit speziellen Themen befassen, sowie Fraktionssitzungen. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, mit dem österreichischen Abgeordneten Hannes Heide zu sprechen und ihm Fragen zu stellen.
Im Anschluss an den Besuch im Europäischen Parlament stand auch eine Führung durch den Ratsgebäude auf dem Programm. Hier treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten, um gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Die Schülerinnen und Schüler konnten einen Eindruck davon gewinnen, wie die Zusammenarbeit zwischen den beiden zentralen EU-Institutionen funktioniert.
Der Besuch in Brüssel war ein wichtiger Teil des Europa-Schwerpunkts am BG/BRG Judenburg, der darauf abzielt, die Schülerinnen und Schüler für europäische Themen zu sensibilisieren und ihr Verständnis für die EU zu förderns. Durch die Exkursion konnten sie die Theorie mit der Praxis verbinden und ein lebendiges Bild von der Arbeit des Europäischen Parlaments
und des Rates gewinnen.
Eileen Salfellner
Links:
https://padlet.com/letschallengethefuture/e-br-sselreise-sus-2024-i45q6t8042338k2u
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