Erasmus+ Aktivitäten trotz Pandemie - 2. LehrerInnentreffen in Polen
Die
Erasmus+ Schulkoordinatoren des BG/BRG Judenburg Mag.a Ilse Prenn und
Mag. Bernd Fiechtl nahmen vom 2. – 5. November 2021 am zweiten
LehrerInnentreffen des KA2-Projektes „Let’s challenge the future –
Approaching new horizons to create a sustainable Europe“ in Konin/Polen
teil. Das Treffen beinhaltete ein umfangreiches Rahmenprogramm, bei dem
sich die TeilnehmerInnen über EU-relevante Themen zur Nachhaltigkeit und
zu den „Sustainable Development Goals“ austauschten und Ideen für den
Unterricht und die Schulentwicklung holten.
Am
ersten Projektarbeitstag, dem 2. November 2021, trafen sich alle
ProjektteilnehmerInnen aus Spanien, Österreich, Dänemark und Polen, um
wichtige Themen zum weiteren Verlauf des Projektes zu diskutieren.
Besonders wichtige Themen waren dabei die mögliche Abwicklung und die
Sicherheit von SchülerInnenaustauschen in den nächsten Monaten bis zum
offiziellen Projektabschluss im August 2022. Ein wichtiger Aspekt, der
ebenfalls intensiv diskutiert wurde, war die Impfsituation aller
zukünftigen TeilnehmerInnen an Mobilitäten. Abgerundet wurde der erste
Tag mit einem gemeinsamen offiziellen Essen mit der Direktorin der
polnischen Schule, bei dem es zu einem weiteren sozialen und kulturellen
Ideenaustausch kam.
Am zweiten Tag traf die Erasmus+ Delegation Vertreterinnen des Bürgermeisters von Konin.
Die
Beauftragte für nachhaltige Stadtentwicklung in Konin, Frau Agnieszka
Gołebiowska, präsentierte gemeinsam mit der politischen Vertreterin,
Frau Emillia Wasielewska, Ideen und Nachhaltigkeitsprojekte, die in
Konin umgesetzt werden, um den Übergang von einer kohlebasierten
Industriegesellschaft in eine moderne und nachhaltige Stadtentwicklung
zu schaffen. Themen wie nachhaltige Energiegewinnung, Landflucht, Zugang
zur Bildung, demokratische Einbindung vieler sozialer Schichten bei
diesem Stadterneuerungsprozess und Kommunikationsmethoden standen im
Vordergrund.
Nach
dem Besuch der Stadtverwaltung von Konin besuchten die
ProjektteilnehmerInnen die Müllverbrennungsanlage in Mzgok. Bei einer
geführten Tour hatten die LehrerInnen die Möglichkeit, einen Einblick in
die Anlieferung, die Verarbeitung, die Aufbereitung, die Verbrennung
von Müll sowie die Endlagerung der festen Rückstände zu bekommen. Die
bei der Verbrennung erzeugte Energie wird einerseits zur Produktion von
Fernwärme zur Beheizung von Gebäuden in Konin bzw. zur Stromgewinnung
verwendet.
Am
Nachmittag des zweiten Tages besichtigte die Projektdelegation das für
Polen sehr wichtige Salzbergwerk Kłodawa. In diesem Salzbergwerk wird
ein rosafarbenes Salz ohne Zusatz von chemischen Mitteln nachhaltig
abgebaut. Die Lagerstätte ist ca. 26 Kilometer lang und an der maximalen
Breite vier Kilometer breit. Alle unterirdischen Gänge zusammen haben
eine Länge von 350 Kilometer.
Dieses
Salzbergwerk ist auch ein Touristenhighlight. Die
ProjektteilnehmerInnen wurden anfangs mit gelben Schutzhelmen
ausgestattet und haben sich dann in einem klapprigen eisernen Grubenlift
mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von 6m/s in eine Tiefe von
600 m begeben. In einer ca. zweieinhalb Stunden dauernden Führung wurden
vom Bergwerksführer die wichtigsten Informationen zum Bergwerk und
Salzabbau präsentiert.
Am
Vormittag des dritten Tages standen ein weiteres offizielles Treffen
mit der Direktorin der polnischen Erasmus+ Partnerschule und
Jobshadowings am Programm. Die TeilnehmerInnen tauschten sich hier über
aktuelle politische, soziale und kulturelle Themen wie auch die
Situation der der Pandemie in den einzelnen Partnerländern aus.
Danach
nahmen die Erasmus+ LehrerInnen am Englischunterricht einer
Unterstufenklasse teil, wo polnische SchülerInnen Ideen sammelten, wie
sie nachhaltig leben könnten. In der zweiten Jobshadowing-Sitzung wurde
der Erasmus+ Delegation ein eTwinning-Projekt zum Thema Nachhaltigkeit
präsentiert.
Nach
einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulkantine mit traditionellem
polnischem Essen hatten die Erasmus+ LehrerInnen noch die Möglichkeit,
als letzten offiziellen Programmpunkt ein Trainingszentrum für Menschen
mit besonderen Bedürfnissen und psychischen Beeinträchtigungen zu
besuchen.
Zusätzlich
zum offiziellen Programm des zweiten LehrerInnentreffens des Erasmus+
Projekts „Let’s challenge the future“ besuchten die österreichischen
Koordinatoren in Warschau eine mögliche neue Erasmus+ Partnerschule.
Mag. Bernd Fiechtl und Mag.a Ilse Prenn wurden von der Direktorin der
bilingualen Cambridge Schule „Dwujęzyczna Szkoła Podstawowa nr 1“
empfangen und durch die moderne Privatschule geführt. In einem
entspannten Gespräch konnten Gemeinsamkeiten und Pläne für eine
zukünftige Erasmus+ Kooperation besprochen werden.
Link zur Projekthomepage: https://letschallengethefu.wixsite.com/erasmus
Mag. Bernd Fiechtl
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