E+ Jugendbegegnung in Kooperation mit dem Verein zur Förderung internationaler, gesellschaftlicher, kultureller und sportlicher Aktivitäten

Deplastify Europe – Erasmus+ Jugendbegegnung zur Vermeidung von Plastikmüll

Eine Erasmus+ Jugendbegegnung, die darauf abzielt, junge Europäer*innen für die dringenden Herausforderungen der Plastikverschmutzung zu sensibilisieren und sie zu aktivem Handeln zu motivieren. Diese Jugendbegegnung wurde in Zusammenarbeit mit dem „Verein zur Förderung internationaler gesellschaftlicher kultureller und sportlicher Aktivitäten“ durchgeführt.

 


Die Notwendigkeit dieses Projekts wurde durch alarmierende EU-weiten Zahlen und eine gezielte Schüler*innenumfrage deutlich. Jährlich fielen in Europa fast 32 Millionen Tonnen Plastikmüll an, wovon ein Großteil, etwa 80 %, als Meeresmüll in unsere Gewässer gelangt.

Trotz der Bemühungen der EU-Kommission und der Tatsache, dass 80 % der Europäerinnen und Europäer die Auswirkungen von Plastikmüll auf die Umwelt fürchteten, zeigte eine im September 2024 unter österreichischen und polnischen Jugendlichen durchgeführte Umfrage enttäuschende Kenntnisse über Plastikmüll und Recyclingmethoden. Diese Erkenntnisse motivierten die österreichischen Projektkoordinatoren (https://sites.google.com/view/deplastifyeurope2025/home/partners?authuser=0#h.xwehr9v9tqu2 ) , aktiv zu werden, da man davon überzeugt war, dass Jugendliche offen und motiviert genug waren, ihr tägliches Verhalten im Umgang mit Plastikmüll positiv zu verändern.

Das Projekt hatte zum Ziel, junge Menschen zusammenzubringen, um sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, das ihren Alltag und ihre Zukunft stark beeinflusste: die Auswirkungen von Plastik auf ihr Leben sowie die Menge und Art des in Europa anfallenden Plastikmülls.

Ein zentrales Anliegen war es, den Jugendlichen fundiertes Wissen über Strategien zur Abfallreduzierung und sogenannte „grüne Fähigkeiten“ zu vermitteln. Mit diesem erworbenen Wissen sollten sie zu Multiplikatoren für Umwelt- und nachhaltige Entwicklung in ihrem sozialen Umfeld und in der Öffentlichkeit werden. Es war entscheidend, dass jede junge Europäerin und jeder junge Europäer die weitreichenden Auswirkungen ihrer Handlungen auf die Umwelt vollständig verstand.

Film 1: 

 


Die europäische Dimension des Projekts war von entscheidender Bedeutung. Plastikverschmutzung und die negativen Auswirkungen von Einwegplastik konnten nicht isoliert auf nationaler Ebene bewältigt werden, da Plastik weltweit gehandelt und transportiert wurde und das Problem somit global und europaweit präsent war. Das Projekt vermittelte jungen Menschen, dass bestimmte Umwelt- und gesellschaftliche Herausforderungen nur durch gemeinsame Anstrengungen auf EU-Ebene bewältigt werden konnten. Durch die aktive Einbindung der Jugendlichen und die Gewährleistung eines sinnvollen Dialogs in EU-Entscheidungsprozessen sollte Vertrauen in die EU, ihre Institutionen und Politik aufgebaut werden, was insbesondere angesichts des in den letzten Jahren gesunkenen Vertrauens der EU-Bürgerinnen und Bürger von großer Relevanz war.

Film 2:  

 


Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, waren im Rahmen des Projekts zwei einwöchige Jugendbegegnungen geplant, an denen jeweils 20 junge Menschen und ihre Gruppenleiter aus zwei Ländern zum Hauptthema Plastikmüll teilnehmen sollten. Die Begegnungen sollten das Bewusstsein für die vielfältigen Probleme im Zusammenhang mit Plastikmüll schärfen, einschließlich seiner negativen Auswirkungen auf Meereslebewesen, Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. Ein weiteres Kernziel war es, die Teilnehmenden zu umweltfreundlichem Verhalten zu motivieren, wie die Nutzung von wiederverwendbaren Taschen, Flaschen und Behältern, und ihnen die langfristigen Auswirkungen ihrer persönlichen Entscheidungen auf die Umwelt zu verdeutlichen. Darüber hinaus sollten kreative Lösungen zur Reduzierung von Plastikmüll entwickelt, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Bewältigung der Plastikverschmutzung gefördert und junge Menschen zu europäischen Umweltbotschaftern befähigt werden. Gleichzeitig stärkte das Projekt den EU-Jugenddialog und vermittelte den Jugendlichen wertvolles Wissen über EU-Werte, aktive EU-Bürgerschaft und demokratische Teilhabe.

Link: Jugendbegegnung in Judenburg

Link: Jugendbegegnung in Polen

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